IOPS berechnen
IOPS-Ergebnis
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Festplatten-IOPS + RAID-Level + Read/Write-Ratio → echte Performance.
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IOPS messen Lese-/Schreiboperationen pro Sekunde — entscheidend für Datenbanken und Virtualisierung.
Write Penalty: RAID 0=1×, RAID 1/10=2×, RAID 5=4×, RAID 6=6×.
IOPS (Input/Output Operations Per Second) ist die zentrale Metrik für Storage-Performance. Anders als MB/s misst IOPS, wie viele einzelne Zugriffe ein System pro Sekunde verarbeiten kann.
Der Write Penalty beziffert den Mehraufwand: RAID 0 = 1×, RAID 1/10 = 2× (Spiegel), RAID 5 = 4× (Daten+Parität lesen+schreiben), RAID 6 = 6×. Bei 70% Reads und 4 SSDs à 180 IOPS liefert RAID 5 nur 379 nutzbare IOPS.
Eine Enterprise-SSD: 100.000+ IOPS. Eine 15k-HDD: ~180 IOPS. Faktor >500. RAID-6 mit 6 HDDs à 180 IOPS: nur 180 nutzbare IOPS — langsamer als eine einzelne HDD ohne RAID.
Workloads sind meist read-lastig: DBs 70-90%, File-Server 80%, Virtualisierung 60-70%. Je höher der Read-Anteil, desto weniger schmerzt der Write Penalty. Mit dem Slider passt du die Ratio an deinen Workload an.
Du planst eine neue Datenbank oder einen VM-Host und willst wissen, ob die geplanten Platten reichen. Oder du stehst vor der klassischen Frage: sechs HDDs im RAID 5 oder doch lieber zwei SSDs? IOPS ist dabei die Zahl, die jeder nennt — und die kaum jemand richtig einordnet. Dieser Rechner übersetzt Platten-IOPS, Plattenzahl und RAID-Level in eine konkrete, nutzbare Zahl, mit der du einkaufen gehen kannst.
Trag die IOPS ein, die eine einzelne Platte schafft — 180 für eine 15k-HDD, 100.000 und mehr für eine Enterprise-SSD.
Wähl die Anzahl der Platten und das RAID-Level — von RAID 0 bis RAID 60.
Stell den Read-Anteil deines Workloads ein (Datenbanken: 70–90 %). Der Rechner berücksichtigt den Write Penalty automatisch und zeigt dir die nutzbaren IOPS.
Sechs 15k-HDDs à 180 IOPS ergeben 1.080 Raw-IOPS. Im RAID 5 (Penalty 4) bei 70 % Reads bleiben rechnerisch nur rund 568 nutzbare IOPS — eine einzelne Enterprise-SSD liefert locker das Hundertfache. Genau solche Rechnungen ersparen dir böse Überraschungen nach dem Kauf.
Warum kostet RAID so viel Leistung? Bei einem Schreibzugriff im RAID 5 müssen vier Operationen passieren: Datenblock lesen, Paritätsblock lesen, beide neu berechnen und zurückschreiben — daher der Faktor 4. RAID 6 braucht wegen zweier Paritäten den Faktor 6, ein gespiegeltes RAID 10 nur Faktor 2. Mehr Parität bedeutet mehr Schutz — und weniger nutzbare IOPS.
Die Schere ist gigantisch: Eine Enterprise-SSD schafft 100.000+ IOPS bei 0,1–0,2 ms Latenz, eine 15k-HDD kommt auf rund 180 IOPS und 5–10 ms. Das ist ein Faktor von über 500. Bei kleinen, zufälligen Zugriffen — dem typischen Datenbank-Muster — gewinnt die SSD uneingeschränkt. HDDs lohnen nur noch für große sequenzielle Datenmengen, wo der Durchsatz zählt.
IOPS zählen Operationen, MB/s misst Durchsatz. Eine Datenbank macht Millionen winziger Zugriffe — sie hungert nach IOPS. Streaming (Video, Backups) braucht Durchsatz. Ein System kann jede Menge MB/s schaffen und trotzdem bei IOPS kapitulieren.
Faustregel: 50–100 IOPS pro aktiver Verbindung, je nach Workload. 200 gleichzeitige Sessions bedeuten 10.000–20.000 IOPS. Genau dafür ist der Rechner da: Dimensioniere deine Platten, bevor du kaufst.
Der Mehraufwand, den ein RAID-Level bei Schreibzugriffen verursacht: Für jeden Datenblock müssen zusätzlich Paritätsblöcke gelesen, berechnet und geschrieben werden. RAID 5 kostet Faktor 4, RAID 6 Faktor 6.
Ja — und sie sprengen die Skala: Bei 0,1 ms Latenz sind 100.000 IOPS normal. In SSD-Systemen ist die Platte selten der Engpass; dann zählen eher CPU, Netzwerk oder die Datenbank selbst.
Hintergründe im Blog: Festplatten-Performance verstehen. Wer Kapazität und Redundanz mitplant, nutzt den RAID-Rechner.